Kooperierende Institutionen

„Citizen Science für die Schulen der Stadt Opole“ und „DisInfoResist“

Im Rahmen der Projekte „Citizen Science für die Schulen der Stadt Opole“ und „DisInfoResist“ arbeitet das Institut für Sprachwissenschaft mit dem Bildungsamt der Stadt Opole zusammen, das bei der Aufnahme der Zusammenarbeit mit den einzelnen Einrichtungen vermittelt. Bislang wurden die Projekte an folgenden Gymnasien in Opole und in der Woiwodschaft Opole durchgeführt:

Der Sprachhub Opole

Der Sprachhub Opole ist eine Initiative von Germanisten der Universität Opole, die es sich zum Ziel gesetzt haben, einen Raum zu schaffen, der die Wirtschaft der Woiwodschaften Opole und Schlesien durch Sprachkompetenzen unterstützt – vor allem im Bereich der deutschen Sprache. Die wichtige Rolle dieser Sprache für die Wirtschaft der Region wird von Vertretern der Wirtschaft immer wieder betont, und die große Zahl von Menschen, die diese Sprache sehr gut beherrschen – darunter auch Personen deutscher Herkunft, die oft zweisprachig sind –, ist einer der wesentlichen Faktoren, die für die Ansiedlung von Unternehmen in dieser Region ausschlaggebend sind. Diese Besonderheit der Woiwodschaft Opole ist jedoch kein für alle Zeiten gegebenes Gut. Verschiedene Faktoren können einen negativen Einfluss auf das Interesse am Erlernen dieser Sprache haben – sowohl im Bildungssystem als auch in Familien mit deutschen Wurzeln. Deshalb ist es so wichtig, einerseits Eltern und ihren Kindern bewusst zu machen, dass Deutschkenntnisse ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt sind. Andererseits stärkt die Präsenz dieser Sprache in der Region deren Wirtschaft im Dienstleistungs- und Produktionsbereich, fördert die Schaffung neuer Arbeitsplätze und bremst den Bevölkerungsrückgang.

Im Rahmen des Sprachhubs Opole werden – auch in Zusammenarbeit mit dem Bildungswesen, den Kommunalverwaltungen, Wirtschaftspartnern und der deutschen Minderheit – Maßnahmen ergriffen, die die Förderung der deutschen Sprache und ihren Unterricht unterstützen. Die Universität Opole führt solche Maßnahmen seit vielen Jahren durch, und eine der jüngsten Errungenschaften im Rahmen des Sprachhubs Opole ist die Einführung des neuen praxisorientierten Studiengangs „Deutsch im Geschäftsleben und in öffentlicher Kommunikation“. Zu den Maßnahmen zur Förderung der Sprache zählen die Durchführung von Projekten durch die Oppelner Germanistik gemeinsam mit Schülern der Sekundarstufe der Region, die Organisation der „Woche der Oppelner Germanistik“, die Schaffung eines virtuellen Raums für den Austausch von Informationen über Arbeitsplätze mit Deutschkenntnissen in den sozialen Medien, Studienbesuche bei Partnerunternehmen, die diese Sprache in ihrer täglichen Arbeit nutzen, sowie die Durchführung von Workshops und Schulungen durch Fachleute aus der Wirtschaft.

Museum des Oppelner Schlesiens und Österreich-Bibliothek

Die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Institut für Sprachwissenschaft und dem Museum des Oppelner Schlesiens wurde am 7. Dezember 2022 unterzeichnet. Das Hauptziel der Zusammenarbeit war:

  1. Erweiterung der Kenntnisse und Fähigkeiten der Studierenden der Hochschule im Bereich der Arbeit von Kulturinstitutionen (Museen) sowie der Beherrschung des fremdsprachigen Fachvokabulars, das für den Betrieb von Kulturinstitutionen relevant ist, einschließlich der durchgeführten wissenschaftlichen Forschungen, populärwissenschaftlichen Abhandlungen sowie Informations- und Marketingmaßnahmen.
  2. Erweiterung des Angebots des Museums, indem Personen, die der polnischen Sprache nicht mächtig sind, die Möglichkeit erhalten, die Sammlungen und Materialien des Museums kennenzulernen, sowie die Erweiterung des Publikums für die vom Museum präsentierten Inhalte.
  3. Den Studierenden der Universität Opole die Möglichkeit zu geben, sich mit der Spezifik der Tätigkeit von Mitarbeitern der Kulturinstitutionen und mit der Funktionsweise des Museums vertraut zu machen sowie mögliche berufliche Laufbahnen im Bereich Kultur, historischer und kultureller Tourismus aufzuzeigen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Museum des Oppelner Schlesiens haben Studierende der Germanistik in Opole im Rahmen des Translatorik-Moduls Übersetzungsprojekte im Zusammenhang mit der Sonderausstellung „Die Zementwerke Oppelns. Die Industrie im Gefüge der Stadt“ sowie mit einem Teil der Dauerausstellungen (Geschichte des Museums, Archäologische Abteilung, Historische Abteilung, Mietshaus) durchgeführt. Im Rahmen dieser Projekte entstanden für ausländische Touristen zugängliche Beschreibungen der genannten Ausstellungen in deutscher Sprache. Studierende und Mitarbeiter des Fachbereichs Germanistik haben die Möglichkeit, das Museum des Oppelner Schlesiens in Opole kostenlos zu besuchen.

Die Zusammenarbeit zwischen der Oppelner Germanistik und der Woiwodschaftsbibliothek in Opole, zu der auch die örtliche Österreich-Bibliothek gehört, hat eine langjährige Tradition. Die Zusammenarbeit beider Institutionen begann offiziell im Jahr 2012 mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Woiwodschaftsbibliothek in Opole und dem damaligen Institut für Germanistik der Universität Opole, die nach der Umstrukturierung der Universität Opole im Jahr 2019 verlängert wurde. Seit nunmehr 10 Jahren führt diese Vereinbarung zu wissenschaftlichen Aktivitäten in Form von Konferenzen und Publikationen sowie zu populärwissenschaftlichen Aktivitäten in Form von Vorträgen, Autorenlesungen, thematischen Ausstellungen, Projekten und anderen Veranstaltungen. Seitens der Germanistik in Opole koordinieren insbesondere Prof. Dr. habil. Andrea Rudolph, Dr. habil. Gabriela Jelitto-Piechulik und Dr. Małgorzata Jokiel die Zusammenarbeit mit der Bibliothek.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden drei Konferenzen organisiert, mehrere Vorträge gehalten und drei Publikationen herausgegeben. Die genannten Aktivitäten zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur in Opole und in der gesamten Region, an denen sich sowohl Mitarbeiter der Universität Opole und der Woiwodschaftsbibliothek/Österreich-Bibliothek als auch Germanistikstudierende beteiligen, sind international ausgerichtet und finden häufig mit Unterstützung des Österreichischen Kulturforums sowie von Dr. Edward Wąsiewicz, dem Honorarkonsul der Republik Österreich in Wrocław, statt. Das derzeit laufende Projekt trägt den Titel „Fenster in die junge deutschsprachige Literatur. Österreich. Liechtenstein. Schweiz und Deutschland. Junge Autoren literarisieren ihr Jetzt und Heute: politisch, sozial, ökologisch“ und hat zum Ziel, gesellschaftlich relevante Themen der neuesten deutschsprachigen Literatur näherzubringen.

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